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Experten

zum Thema Impfen

Univ. Prof. Dr.med. Ursula Kunze
Univ. Prof. Dr.med. Ursula Kunze

Impfungen gehören weltweit zu den zehn erfolgreichsten Präventionsmaßnahmen, indem sie zu einer massiven Reduktion von Infektionskrankheiten und Todesfällen geführt haben. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation retten Impfungen jedes Jahr ca. 2,5 Millionen Leben.

Allerdings ist dieser Erfolg auch mit ein Grund dafür, dass gefährliche Erkrankungen, wie z.B. Masern, aus unserer Wahrnehmung gerückt sind und viele Menschen glauben, eine Impfung sei nicht mehr notwendig. Stattdessen rücken Sorgen und Ängste immer mehr in den Fokus. Das ist sehr schade und gefährlich. Impfungen gehören zu den sichersten Maßnahmen in der Medizin und sollten über die gesamte Lebensspanne – vom Säugling bis zum Greis – ein ganz normaler, selbstverständlicher Bestandteil der medizinischen Versorgung sein

Am 19. Mai 2918 hat die WHO zur Elimination des Gebärmutterhalskrebs aufgerufen.
Wir haben die Mittel, dieses Ziel zu erreichen. Durch den konsequenten Einsatz von HPV Impfung und HPV- Test wird dieses Ziel in Australien bereits in10 Jahren erreicht werden und ist auch langfristig für Österreich möglich.

Österreich hat ein vorbildliches Schulimpfprogramm, es soll von allen Mädchen und Buben in Anspruch genommen werden.  Und die HPV Impfung schützt ja nicht nur vor Gebärmutterhalskrebs sondern auch vor anderen Karzinomen- auch Männer!

Elmar A. Joura, MD
Associate Professor of Gynecology
Medical University of Vienna, AKH
Department of Obstetrics and Gynecology
Comprehensive Cancer Center Vienna (CCC)
Elmar A. Joura, MD
Associate Professor of Gynecology Medical University of Vienna, AKH Department of Obstetrics and Gynecology Comprehensive Cancer Center Vienna (CCC)
Univ.Prof.Dr. Franz Allerberger
Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES)
Univ.Prof.Dr. Franz Allerberger
Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES)

„Junge und ansonsten gesunde Erwachsene überstehen die Influenza-Erkrankungen in der Regel weitgehend problemlos. Dagegen weisen Menschen, die über 60Jahre alt sind oder Grundleiden wie beispielsweise Asthma, COPD, Gefäß- oder Herzerkrankungen, Diabetes oder ein Nierenleiden haben, ein deutlich höheres Risiko für einen schweren Verlauf der Influenza auf.

Im letzten Jahrzehnt waren der Influenza – mit Ausnahme weniger einzelner Jahre- in Österreich immer mehr als 1.000 Todesfälle  pro Grippesaison zuzurechnen. Anders als z.B. Masern- oder Tetanus-Impfungen, zeigen Grippe-Impfstoffe leider nur eine mäßige Wirksamkeit; aber auch wenn nur jeder Zweite der sich impfen lässt dann auch tatsächlich gegen Influenza geschützt ist, so sollte man die Bedeutung einer jährlichen Influenza-Impfung auf die Gesundheit der Einzelnen und auf die Volksgesundheit nicht unterschätzen.

Ein mäßiger zusätzlicher Schutz ist besser als gar kein zusätzlicher Schutz. Zudem haben  Einzelne mit ihrer jährlichen Influenza-Impfung auch ein einfaches Mittel zur Verfügung, um persönlich zur Vermeidung der Übertragung von Influenza-Infektionen auf Risikopatienten beizutragen; ein Aspekt, der vor allem von im medizinischen Bereich Tätigen, nicht leichtfertig negiert werden sollte“.

„Chronisch kranke Menschen wissen zwar meist, dass sie eine erhöhte Infektanfälligkeit haben. Nicht so bekannt ist dabei, dass sie sich gegen Pneumokokken und damit gegen einen häufigen Auslöser von Lungenentzündungen und den invasiven Pneumokokken-Erkrankungen durch eine Impfung schützen können. Für Patienten mit Krebserkrankungen, chronische Lungenerkrankungen (COPD*, Asthma), chronische Herzerkrankungen und Diabetes wird im Österreichischen Impfplan ausdrücklich eine Pneumokokken-Impfung empfohlen und ist schon vor dem 55. Lebensjahr indiziert.

Eine Lungenentzündung wird in Europa außerhalb des Krankenhauses in über einem Drittel der Fälle durch Pneumokokken verursacht.“

Univ.-Prof. Dr. Florian  THALHAMMER
Universitätsklinik für Innere Medizin, Klinische Abteilung für Infektionen und Tropenmedizin, AKH Wien
Univ.-Prof. Dr. Florian THALHAMMER
Universitätsklinik für Innere Medizin, Klinische Abteilung für Infektionen und Tropenmedizin, AKH Wien
Priv.-Doz.Dr. rer. nat. Georg Duscher 
Stv. Leiter des Institutes für Parasitologie, Department für Pathobiologie, Veterinärmedizinischen Universität Wien
Priv.-Doz.Dr. rer. nat. Georg Duscher
Stv. Leiter des Institutes für Parasitologie, Department für Pathobiologie, Veterinärmedizinischen Universität Wien

„Weltweit existieren über 800 Zeckenarten. In Österreich ist der sogenannte „Gemeine Holzbock“ am häufigsten anzutreffen.

Es gibt daneben aber auch noch auch noch die Auwald-Zecke, die Igel-Zecke und die Fuchs-Zecke, um nur einige zu nennen. Insgesamt sind über 18 Zeckenarten in Österreich heimisch. Dabei ist zu beachten, dass nicht nur die erwachsenen, weiblichen Zecken FSME-Viren in sich tragen können. Soweit bekannt, sind für uns Menschen vermutlich auch die jugendlichen Zecken (Nymphen) und  möglicherweise auch die Männchen eine Gefahr.

Für jede „Altersstufe“ der Zecken gilt dabei, dass die FSME-Viren „sofort“ beim Stich übertragen werden.“

Der VFI sieht, so wie führende Gesundheitsmediziner in Österreich in Impfungen die wichtigsten Maßnahmen, um sich und seine Angehörigen zu schützen. Fragen Sie Ihren Arzt. Informieren Sie sich bei ihrem Apotheker. Fürchten sie sich bitte nicht vor der Schutzimpfung, sondern vor dem, was ohne sie passieren kann.

Mag. Dr. Christiane Körner
Präsidentin des Vereins zur Förderung der Impfaufklärung
Mag. Dr. Christiane Körner
Präsidentin des Vereins zur Förderung der Impfaufklärung

Alle Bilder ©MedUni Wien